3.000 Neubauwohnungen gefördert

Fördermittel für insgesamt fast 5.000 neue Sozialbindungen jährlich – Mindestbindungsdauern in der Neubauförderung von 15 auf 20 Jahre angehoben.

Im vergangenen Jahr wurden 2.466 Mietwohnungen im geförderten Neubau fertig gestellt. Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) hat zudem Förderungen für die Errichtung von 3.001 sozial gebundenen Neubauwohnungen bewilligt. Damit sind die Zielzahlen für den sozialen Wohnungsbau das siebte Jahr in Folge erreicht. Für den Neubau sollen auch in den Jahren 2019 und 2020 Förderungen von über 3.000 Wohnungen ermöglicht werden. Die Mindestbindungszeiten werden in der Neubauförderung von bisher 15 auf jetzt 20 Jahre verlängert. Dazu werden die Förderkonditionen wesentlich verbessert.

3.000 Neubauwohnungen gefördert

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Mit unserer erfolgreichen Wohnungspolitik schaffen wir mehr bezahlbaren Wohnraum und können so langfristig den angespannten Wohnungsmarkt in unserer Stadt weiter entlasten. Hamburg ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl bundesweiter Spitzenreiter in der Wohnraumförderung und fördert pro Kopf doppelt so viele Neubauwohnungen wie Berlin, die an zweiter Stelle stehen. Hier zahlt sich unsere Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft und den Bezirken im Bündnis für das Wohnen in Hamburg aus. Seit 2011 hat Hamburg im Rahmen des Wohnungsbauprogramms des Senats über 20.000 Sozialwohnungen im Neubau gefördert. Diese Wohnungen sind ein wesentlicher Beitrag, um mehr Menschen die Chance auf eine attraktive und bezahl-bare Wohnung zu bieten – und das überall in der Stadt, auch in den nachgefragten innerstädtischen Lagen. Hamburg muss eine Stadt für alle bleiben.“

Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der IFB Hamburg: „Wir konnten zum vierten Mal in Folge öffentliche Förderung für über 3.000 neue Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung bewilligen. Mit zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen tragen wir dazu bei, dass in Hamburg für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen neuer und vor allem bezahlbarer Wohnraum entsteht.“

Wohnraumförderung 2018

2018 konnten Förderbewilligungen für insgesamt 3.001 Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen ausgesprochen werden. Damit hat Hamburg auch im vergangenen Jahr das Ziel erreicht, 3.000 Neubauwohnungen zu fördern. Der größte Teil davon (2.546 Wohnungen) sind klassische So-zialwohnungen mit einer Anfangsmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Hinzu kom-men 455 Wohnungen im 2. Förderweg für Haushalte mit mittleren Einkommen und einer Anfangs-miete von 8,60 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Zusammengerechnet ergeben die Förderung von Neubauwohnungen und die Förderprogramme für den Wohnungsbestand mit Mietpreis- und Belegungsbindung in 2018 Förderungen mit Bindungswirkung für insgesamt 3.901 Wohnungen. Im Jahr 2018 wurden 2.466 neue Sozialwohnungen fertiggestellt.

Die Neubauförderung wird von verschiedenen Investorengruppen in Anspruch genommen. Auf das stadteigene Unternehmen SAGA fallen 2018 über 36 Prozent der bewilligten Sozialwohnungen – 1.095 Wohnungen hat die SAGA damit zur Bewilligungsreife gebracht. In die soziale Wohnraumförderung haben außerdem Wohnungsbaugenossenschaften (27 Prozent) und private Investoren (15 Prozent) investiert.

Wohnraumförderung 2019/2020

Der Senat verfolgt das ambitionierte Ziel, die Wohnungsbautätigkeit in der Stadt auf sehr hohem Niveau fortzuführen. Jährlich sollen weiterhin 10.000 Wohnungen auf den Weg gebracht werden. 3.000 davon sollen auch in Zukunft geförderte Mietwohnungen sein.

In einem Umfeld, in dem Baupreise steigen und freie Kapazitäten in der Bauwirtschaft geringer wer-den, wurde die Wohnraumförderung für die nächsten beiden Jahre konsequent angepasst: Zum Aus-gleich gestiegener Baukosten sowie von längeren Bindungslaufzeiten über nunmehr mindestens 20 Jahre für geförderte Neubauwohnungen werden die Konditionen der Förderung des Mietwohnungs-neubaus deutlich verbessert.

Für vordringlich Wohnungssuchende (z.B. Frauen in Frauenhäusern, Obdachlose) wird es ein weiteres Förderprogramm geben, das im freien Wohnungsbestand für diese Zielgruppe ermöglicht, 200 Wohnungsbindungen anzukaufen. Damit werden neben der Neubauförderung weitere Fördermög-lichkeiten für diese Zielgruppe erschlossen.

Es wird ein neues Programm geben, bei dem auslaufende Sozialbindungen um weitere 10 Jahre ver-längert werden können. Dies soll als freiwilliges Angebot für die in den nächsten Jahren auslaufenden Bindungen bereitstehen und damit helfenden Sozialwohnungsbestand in Hamburg auf einem stabilen Niveau zu halten.

Im Doppelhaushalt 2019/2020 stehen für die Wohnraumförderung im Jahr 2019 über 138 Mio. Euro zur Verfügung, im Jahr 2020 über 149 Mio. Euro.