Barrierefrei in Hamburg unterwegs

Wer in seiner Mobilität eingeschränkt ist, sollte seinen Urlaub trotzdem uneingeschränkt in vollen Zügen auskosten können – und das ohne auf unnötige Barrieren zu stoßen. Auch die Hansestadt Hamburg nimmt auf die besonderen Anforderungen in vielerlei Hinsicht Rücksicht.

Ob Apartments, Theater-Spielstätten, Sehenswürdigkeiten oder Museen – viele der Einrichtungen vor Ort bieten einen barrierefreien Zugang; mithilfe von Rampen und Aufzügen. Eines der barrierefreien Museen sind beispielsweise das Deutsche Zollmuseum, das Automuseum Prototyp, die Deichtorhallen und viele weitere. Auch können die meisten Ausstellungsflächen im Museum für Hamburgische Geschichte mittels eines Aufzuges erreicht werden. Auch ein Großteil der Musical- und Theater-Spielstätten kann ohne Probleme mit dem Rollstuhl erreicht werden, so auch mitunter das Theater im Hafen (Der König der Löwen), die Hamburgische Staatsoper, das Deutsche Schauspielhaus und das Thalia Theater. Ebenso sind zahlreiche Konzert- und Festival-Location sowie viele Sehenswürdigkeiten rollstuhltauglich. Ob nun Hagenbecks Tierpark, der Jungfernstieg, die Hauptkirche St. Michaelis, das Planetarium oder besonders beliebt: auch das Miniaturwunderland – alles kein Problem.

Aber nicht nur Rollstuhlfahrer wünschen sich einen barrierefreien Städteausflug – auch seh- oder gar hörbehinderte Menschen möchten die Stadt in all ihren Facetten kennenlernen. Da Hamburg touristisch sehr gefragt ist, kann man an zahlreichen Sehenswürdigkeiten sowie in den meisten Museen Audio-Guides in verschiedenen Sprachen bekommen. Auswählte Einrichtungen bieten für Gehörlose außerdem Führungen in Gebärden- und Lautsprache an – dieses Angebot besteht zum Beispiel im Speicherstadtmuseum oder auch in den Deichtorhallen. Genauso werden auch Stadtführungen für Gehörlose angeboten.

Hamburg lässt sich auch blind wunderbar erleben – ein besonderes Erlebnis für den Geruchssinn stellt das Spicy’s Gewürzmuseum in der Speicherstadt dar. Der Geruchsmix der zahlreichen Gewürze ist schon eine Erfahrung für sich, hier können sie allerdings auch direkt probiert werden. Ein weiterer Tipp ist das Tastmodell der Hamburger Innenstadt. Es ist das größte Tastmodell in ganz Deutschland und befindet sich am Rathausmarkt. Sowohl die Gebäude als auch die Straßen sind gekennzeichnet mit Blindenschrift. Besonders interessant sowohl für Blinde als auch für Nicht-Blinde ist das Museum „Dialog im Dunkeln“. Die Besucher der „Ausstellung zur Entdeckung des Unsichtbaren“ werden von Blinden durch die Räume geführt – in kompletter Dunkelheit. Auch das im Haus angebotene „Dinner in the Dark“ kommt immer wieder gut bei den Gästen an. Auch hier besteht ein barrierefreier Zugang.

 

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