Erster „Aufbaulehrgang Justiz“ für Quereinsteigende gestartet

Ein weiteres Element der Ausbildungsoffensive in der Justiz geht an den Start. Ein Jahr lang drücken gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte freiwillig wieder die Schulbank. Sie bereiten sich gezielt auf die Teilnahme der Abschlussprüfung für Justizfachangestellte vor, damit sie flexibler in den Geschäftsstellen der Gerichte und Staatsanwaltschaften eingesetzt werden können.

Vier Mal im Monat, genauer gesagt jeden Montag, besuchen die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Quereinsteigende aus den Berufsgruppen Rechtsanwaltsfachangestellte und Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte) die Berufsschule Recht und erlangen so den gleichen Wissensstand wie Justizfachangestellte. Der Kurs wurde von der Justizbehörde in Kooperation mit der Berufsschule entwickelt und ist ein Novum in der Justizbehörde. Ziel ist es, die Teilnehmenden auf die Abschlussprüfung der Justizfachangestellten Anfang 2020 vorzubereiten.

Für Justizsenator Dr. Till Steffen ist dieser Lehrgang ein enger Bestandteil der Ausbildungsoffensive: „Der Aufbaulehrgang Justiz reiht sich nahtlos in unsere Ausbildungsoffensive ein. Seit 2015 unterstützen wir unsere Justiz nachhaltig. Wir haben über 200 neue Stellen geschaffen und treiben unsere Ausbildungsoffensive massiv voran. Wir bilden aber nicht nur aus, sondern wir bilden auch weiter. Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sind willkommen. Der Beginn des Aufbaulehrgangs Justiz stellt einen Meilenstein dar, der positiv für beide Seiten ist: Das stärkt die Gerichte, den Rechtsstaat und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die flexibler eingesetzt werden können.“

Weiterbildung im Detail

Die Ausbildungen zum/zur Justizfachangestellten und die  Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten beziehungsweise Rechtsanwalts- und Notarfachangestelltenausbildung ähneln sich in vielen Punkten, weswegen die Justizbehörde zur Verstärkung der Geschäftsstellen gerne auf externe Interessenten zurückgreift. Mit dem „Aufbaulehrgang Justiz“ soll den Quereinsteigenden die Möglichkeit gegeben werden, gerichtsspezifische Ausbildungsinhalte der Justizfachangestellten nachzuholen und an der Abschlussprüfung teilzunehmen. Positiver Nebeneffekt: Nach dem Abschluss stehen den extern Eingestellten die gleichen Aufstiegsmöglichkeiten offen.

 

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