Ministerpräsidenten Flanderns und Ostbelgiens besuchen Philipp Vandenberg-Ausstellung der Hamburger Kunsthalle

Am 5. Februar 2019 haben die Ministerpräsidenten von Flandern und von Ostbelgien in der Hamburger Kunsthalle die große Werkschau zu Philippe Vandenberg besucht. Geert Bourgeois, Ministerpräsident der Flämischen Regierung und Flämischer Minister für Außenpolitik und Kulturerbe und Oliver Paasch, Ministerpräsident von Ostbelgien, zeigten reges Interesse an der Ausstellung des flämischen Künstlers, der in seinem Heimatland Belgien als einer der wichtigsten Künstler der letzten Jahrzehnte hoch geschätzt wird und nun erstmalig in Deutschland präsentiert wird. Die Kuratorin Dr. Brigitte Kölle führte die Delegation durch die Schau mit über 80 Bildern und 120 Zeichnungen/Druckgraphiken aus den Jahren 1993 bis 2009.

Philippe Vandenbergs (*1952 in Gent, †2009 in Brüssel) Kunst ist geprägt von einer großen Intensität, die verstörend und anregend zugleich ist. Der Ausstellungstitel Philippe Vandenberg. Kamikaze verweist auf ein zentrales künstlerisches Prinzip des Künstlers, das sich in vielfältiger Form in seinem Werk findet. Kamikaze bedeutete für ihn kreative Zerstörung, d.h. ein Ermöglichen von Neuem auf der Grundlage der Vernichtung des Alten. Es sind Themen des aktuellen Weltgeschehens, aus Literatur und Kunstgeschichte, Mythen und Sagen, die Vandenbergs Kunst durchziehen. Bezeichnend für sein Werk sind immer die extremen Gegensätze, denen der Mensch ausgesetzt ist: der Gleichzeitigkeit von Liebe und Hass, Schönheit und Hässlichkeit, Unschuld und Schuld.

Die Regierung Flanderns ist Förderer der Ausstellung, die ebenso von der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und der Deutschen Bank unterstützt wird.