Vollsperrung des Elbtunnels – Schwerlasttransporte lösten Höhenkontrolle aus

Zeit: 10.01.2019, 00:02 Uhr – 04:11 Uhr Ort: Bundesautobahn 7, Elbtunnel Hamburg, Fahrtrichtung Norden

In den frühen Morgenstunden löste einer von fünf Schwerlasttransporten die Höhenkontrolle Süd am Elbtunnel aus. Der Elbtunnel wurde daraufhin vollgesperrt. Der Verkehr kam für rund vier Stunden in beiden Richtungen zum Erliegen.

Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand überschritten die fünf Schwerlasttransporte, die mit Flügeln einer Windkraftanlage beladen waren, die maximal zulässige Gesamthöhe des Fahrzeugzuges für die Durchfahrt der Tunnelröhre in Fahrtrichtung Norden. Einer der Fahrer (34) hatte sich zuvor bei der Tunnelbetriebzentrale (TBZ) erkundigt, ob ein Passieren des Elbtunnels mit einer Gesamthöhe von jeweils 4,30m möglich sei. Die Durchfahrt wurde ihm daraufhin untersagt, da die maximal zulässige Höhe überschritten war. Mutmaßlich erfolgte der Versuch der Durchfahrt, ohne Reduzierung der maximalen Höhe der Schwerlasttransporte. Die Messungen der Beamten vor Ort ergaben einen Wert von 4,30m bei erlaubten 4,20m.

Die Schwerlasttransporte mit einer Länge von rund 60m wurden unter Rückbau der Fahrbahnbegrenzung zunächst in die dritte Elbtunnelröhre und Einleitung einer Vollsperrung des Elbtunnels für rund zwei Stunden abgeleitet und in der Folge in die vierte Tunnelröhre in Fahrtrichtung Norden.

Durch die Vollsperrung kam es im Bereich der A 7 zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Nachdem alle fünf Schwerlasttransporte den Tunnel passiert hatten, konnten um 04:11 Uhr alle Röhren wieder frei gegeben werden.

An dem Einsatz waren u.a. rund 15 Funkstreifenwagen sowie diverse Fahrzeuge des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Verkehr beteiligt.

Gegen die verantwortlichen Fahrer wurde nun ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen hierzu dauern an.

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